Evangelisch-reformierte
Kirchgemeinde Linden

Der Jugendtreff im Skiweekend

IMG_3212 —  Unser Lagerhaus an der Mittelstation "Lengebrand".<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-linden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>134</div><div class='bid' style='display:none;'>1446</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>

Wenn es in Linden keinen Schnee hat, dann gehen wir halt nach St. Stephan! Am 23.-25. Februar hat der Jugendtreff die Pisten verunsichert und ein geniales Wochenende erlebt.
Giancarlo Voellmy,
Ski und Gepäck sind im Anhänger - es kann losgehen. Der Lindener Tross setzt sich Richtung St. Stephan in Bewegung. Das Simmental ist verhangen. Aber schon auf der ersten Bergfahrt zeigt sich: Über dem Nebel scheint die Sonne! Es hat sich gelohnt, in die Höhe zu fahren.
Der Freitag wird zum blendenden Skitag, obwohl die Wetterprognosen noch bewölkt gemeldet haben. In kleinen Gruppen verteilen wir uns über das ganze Skigebiet bis nach Schönried und geniessen den Nachmittag. Gegen Abend treffen wir uns dann im Lagerhaus Lengebrand, direkt am Sessellift. Praktischer geht es nicht mehr.
Aber es gibt Gefahren. Eine Mädchengruppe ruft an: "Wir haben den letzten Sessellift verpasst. Was müssen wir jetzt machen?" - Tja, der Zug fährt ab Saanenmöser, und in St. Stephan können wir sie ja abholen... Glücklicherweise sind alle Sorgen umsonst: Ein paar flotte Pistenwarte lassen die drei Mädchen durch und der Sessellift im Chaltebrunne wird extra wieder laufen gelassen!!
Abends gibts ein Fondue. Die zweite Schicht - vor allem Leiter - trifft aus Linden ein. Im warmen Haus wird gespielt und der eine oder andere Streich gespielt. Nach dem Znacht treffen wir uns zum Singen, und eine grosse Runde bleibt auch noch übers Dessert hinaus zusammen, um Mani Matter, "Lemon Tree" und "Lueget vo Bärg u Tal" zu singen. Sogar die Nationalhymne erklingt. Es wird Nacht, in den Schlafzimmern herrscht Ruhe, aber niemand weiss genau, wann die letzten Lindener das Bett finden...
Der Samstag ist vom Morgen an ein strahlender Tag. Entsprechend viele Leute kommen mit dem Sessellift hoch. Die Eifrigsten von uns schlingen das Zmorge herunter und hopsen auf die Ski, um "Rilleli zu töten" - also möglichst auf den frischen Spuren der Pistenfahrzeuge Kurven zu ziehen.
Die Eile lohnt sich. Frühmorgens sind die Pisten noch perfekt, und sie werden von den vielen Sportlern schnell ausgefahren. An den Liften wartet man je später desto länger. Am Mittag gibt die Gerstensuppe neue Energie, und irgendwann nach 16 Uhr sind alle wieder im Haus.
Nach dem Znacht machen wir uns ein paar Gedanken zum Thema "Verzichten", auch wenn wir gerade am Geniessen und nicht am Verzichten sind. Verzichtet wird höchstens auf zu viel Schlaf. Sogar die Senioren - der Kirchgemeindepräsident, der Pfarrer und das Küchenteam - können sich kaum vom Kartenspiel lösen. Ein Kaffee nach dem anderen muss daran glauben.
Am Sonntagmorgen ist der Horizont sehr beschränkt. Nebel zieht sich bis auf Gipfelhöhe. Man sieht kaum die Hand vor den Augen und auf der Piste sind wir damit beschäftigt, die Markierungsstäbe zu suchen. So trifft man sich dann halt im Restaurant. Nur Donat peitscht seinen Gruppenleiter an, den ganzen Morgen weiterzufahren...
Nach erfolgreichem Hausputz schiessen wir dann noch das obligate Gruppenfoto. Nur noch die verwegensten Skifahrer gehen nachmittags auf die Piste, und so können wir den Heimweg rechtzeitig und ohne Verluste antreten. Auf der Fahrt aus dem Simmental erblicken wir dann wieder die Sonne - aber man fragt sich, was besser ist: Nebel und Windstille oder Sonne und eine beissende, kalte Bise.
Am besten ist halt immer noch das beheizte Daheim!
Autor: Corinna Schenk     Bereitgestellt: 27.02.2018